Ambulante Operationen

Folgende Eingriffe werden in lokaler Betäubung in unserer Praxis durchgeführt.
Dabei sorgen wir für ein entspanntes Umfeld durch Hintergrundmusik nach Ihren Wünschen.

 

Non-Skalpell

Vasektomie

Informationen zur Durchführung einer Sterilisation des Mannes (Vasektomie) in unserem urologisch-andrologischen Zentrum

Die Vasektomie bezeichnet die Sterilisation des Mannes. Bei diesem sehr einfachen ambulanten Eingriff  werden nur die Samenleiter in lokaler Betäubung durchtrennt. Die Funktion der Hoden (Hormonproduktion) bleibt erhalten. Die sich im Hoden regelmäßig bildenden Samenzellen werden vom Körper automatisch abgebaut. Die Potenz und somit die Fähigkeit zur Penisversteifung und zum Samenerguss bleiben erhalten. Das Ejakulat enthält nach dem Eingriff keine Samenzellen mehr, eine weitere Vaterschaft ist damit beinahe zu 100% ausgeschlossen.

Die Vasektomie gilt als die derzeit sicherste, effektivste und vergleichsweise einfache Methode zur Fertilitäts- oder Fruchtbarkeitskontrolle beim Mann. Die Operation ist unkompliziert und wird ambulant (vor dem Eingriff ist Essen und Trinken erlaubt) unter örtlicher Betäubung am Hodensack in unserem urologischen  und andrologischen Zentrum durchgeführt. Dabei führen wir die minimal invasive Methode (Non-Skalpell Vasektomie oder No-Scalpel Vasectomy) durch.

Im Folgenden erhalten Sie eine genaue Beschreibung des Eingriffs: Non-Skalpell Vasektomie / No-Scalpel Vasectomy (NSV)

Der Vorteil einer Non-Skalpell Vasektomie ist die minimal invasive Freilegung der Samenleiter nach entsprechender Betäubung mit Hilfe einer speziellen Klemme. Dabei wird die Haut 0,5 bis 1cm aufgespreizt, so dass die Samenleiter durch diese Hautöffnung freigelegt und durchtrennt werden können. Diese moderne Methode der Sterilisation hat den Vorteil, dass keine Hautschnitte vorgenommen werden - der Urologe verwendet kein Skalpell.

Eine Non-Skalpell Vasektomie beidseits dauert ca. 20-25 Minuten.

Mehr als 15 Millionen Männer wurden seit 1974 mit der Non-Skalpell Vasketomie sterilisiert. Eine Studie zur Non-Skalpell Vasektomie wurde 1998 durchgeführt. Die minimal invasive Non-Skalpell Vasektomie wurde dabei mit den herkömmlichen Sterilisationsmethoden verglichen. Dabei zeigte sich die Überlegenheit der Non-Skalpell Vasektomie durch eine deutlich niedrigere OP-Zeit, geringere Infektionsraten sowie die geringere Ausbildung von Blutergüssen am Hodensack.

Die Kosten des Eingriffes sind im Vergleich zu anderen kontrazeptiven Maßnahmen erschwinglich. Die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kosten für diesen Eingriff nicht. Private Kassen zahlen die Operationskosten nur in Ausnahmefällen. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Praxis.

Zirkumzision

(Beschneidung)

Bei der Beschneidung wird ein beweglicher Hautlappen, der die Eichel des männlichen Gliedes umschließt (Vorhaut), ganz oder teilweise in einem kleinen operativen Eingriff entfernt. Dieser Eingriff wird in lokaler Betäubung durchgeführt und ist absolut schmerzfrei.

 

Medizinische Gründe, die für eine Beschneidung sprechen:

  • Immer wiederkehrende Entzündungen an der Vorhaut und Eichel (Balanitis).
  • Die Vorhaut kann beim versteiften Glied nicht oder nur teilweise zurückgezogen werden.
  • Die Versteifung (Erektion) des Gliedes kann durch die verengte Vorhaut zu Schmerzen führen.
  • Beim Wasserlassen kann der Harnstrahl durch die verengte Vorhaut abgeschwächt oder verdreht sein.
  • Nach dauerndem Zurückstreifen der Vorhaut über die Eichel zeigt sich ein Schnürring (so genannter „Spanischer Kragen“ oder Paraphimose). Die Vorhaut liegt unterhalb der Furche zwischen Penisschaft und Eichel (Sulcus coronarius) und kann nicht mehr über die Eichel zurückgestreift werden, da eine zunehmende Schwellung der Eichel und der Vorhaut dieses verhindert. Diese Situation ist ein Notfall, der eine umgehende Vorstellung bei einem Urologen oder in einer Urologischen Klinik notwendig macht. Hier wird man versuchen die Vorhaut erneut über die Eichel zu streifen. Eine örtliche Betäubung oder kleiner operativer Eingriff kann dabei helfen.

 

Formen der Beschneidung

  • Je nach Befund und Wünschen der Betroffenen kommen folgende Operationsverfahren in Betracht:
  • Beschneidung durch vollständiges Entfernen der Vorhaut. Die komplette Eichel liegt anschließend frei, eine feine Naht ist in Höhe der Furche (Sulcus coronarius) zwischen Eichel und Penisschaft sichtbar.
  • Unvollständige (plastische) Beschneidung. Hierbei bleibt ein Teil der Vorhaut erhalten und bedeckt teilweise noch die Eichel.

 

Ist die Beschneidung mit Gefahren verbunden?

In der Regel ist eine Beschneidung (Zirkumzision) ein komplikationsarmer Eingriff. Dennoch kann es, wie bei jedem ärztlichen Eingriff, zu unerwarteten Schwierigkeiten kommen. Meistens sind diese Komplikationen leicht und sprechen gut auf eine Behandlung an. Mögliche Komplikationen können sein:

  • Geringe Schmerzsymptomatik
  • Blutungen aus dem Wundbereich / kleiner Bluterguß
  • Schwellungen
  • Bei plastischer Beschneidung kann es in seltenen Fällen durch Schrumpfung des Narbengewebes erneut zur Ausbildung einer Verengung kommen.

Wir führen in unserem Zentrum regelmäßig ambulante Beschneidungsoperationen (Circumcisionen) in lokaler Betäubung durch und bieten einen sehr guten qualitativen Standard.

Frenulotomie

(Bändchendurchtrennung)

Als Frenulotomie bezeichnet man operative Durchtrennung eines verkürzten Vorhautbändchens. Das Penisbändchen an der Unterseite der Eichel kann im Falle einer Verkürzung Beschwerden beim Geschlechtsverkehr bereiten oder sogar einreißen. Hierbei kommt es häufig zu Blutungen und später zu Vernarbungen. Das Bändchen wird in lokaler Betäubung quer durchtrennt und anschließend längs vernäht oder verödet. Auf diese Weise erfolgt eine plastische Verlängerung. Das Nahtmaterial ist selbstauflösend. Der Eingriff kann - falls notwendig - auch zusammen mit einer Beschneidung erfolgen.

Atheromabtragung

im Genitalbereich

Das Atherom (umgangssprachlich auch „Grützbeutel“) ist eine gutartige Zyste, die in der Haut des Hodensacks sitzt und sich halbkugelförmig vorwölbt. Atherome entwickeln sich in der Haarwurzel und können bis zur Größe eines Hühnereis anschwellen. Die Atheromentfernung am Hodensack erfolgt chirurgisch unter einer lokalen, schmerzfreien Betäubung. Der Arzt achtet darauf, dass er das Atherom mitsamt seiner Kapsel und dem zugehörigen Ausführungsgang wegschneidet. Bleiben Teile davon in der Haut zurück, ist das Risiko groß, dass ein Atherom wiederkommt.

Achtung:

Atherome sollten Sie auf keinen Fall selbst entfernen, indem Sie etwa versuchen den Inhalt auszudrücken. Sie können dabei eine Infektion riskieren. Durch Manipulation mit den Fingern und Fingernägel besteht die Gefahr, dass Bakterien in die Hautgeschwulst eingebracht werden. Bei einer bakteriellen Infektion schwillt das Atherom an, es rötet sich, fühlt sich warm an und schmerzt bei Berührung. Kommt es zur Eiterbildung innerhalb der Zyste entsteht ein Abszess. Dieser bedarf grundsätzlich einer ärztlichen Behandlung. Häufig setzt der Arzt dann zur Therapie auch ein Antibiotikum ein.

Wenn Sie ein störendes Atherom am Hodensack haben, suchen Sie damit in jedem Fall den UROLOGEN auf.

Entfernung

Harnleiterschienen

Die DJ-Harnleiterschiene ist ein dünnes vorgeformtes Plastikröhrchen individueller Länge, das zystoskopisch (über eine Blasenspiegelung) unter Sicht in einen Harnleiter eingebracht wird. Dabei kommt der obere Anteil im Nierenbecken, der untere in der Harnblase zum Liegen. Die Enden des Plastikröhrchens sind in der Blase und dem Nierenbecken über wenige Zentimeter aufgerollt. Der so gebildete doppelte "Ringelschwanz" (pigtail) fixiert den Katheter im Harnleiter.

Die Einlage einer Harnleiterschiene in den Harnleiter erfolgt zur Entstauung der Niere bei akutem Verschluß (Obstruktion) durch Harnsteine, bei Blutungen des oberen Harntrakts mit Koageln oder bei Kompression von außen (Hämatom, Abszess).

Harnleiterschienen werden häufig nur temporär eingesetzt. Schienen, die dauerhaft benötigt werden, werden im Abstand von 3-6 Monaten gewechselt.

Die Entfernung einer Schiene erfolgt durch eine flexible oder starre, schmerzfreie Blasenspiegelung als ambulanter Eingriff.

Entnahme

von Biopsien / Proben

Bei einer Prostatabiopsie handelt es sich um die Entnahme von Gewebe aus der Prostata mit anschließender feingeweblicher Untersuchung durch einen Pathologen. Die Prostatabiopsie ist ein etabliertes und sicheres Verfahren und stellt zurzeit die einzige Möglichkeit zur definitiven Diagnose eines Prostatakarzinoms dar.

 

Wann ist eine Prostatabiopsie sinnvoll?

Bei klinischem Verdacht auf das Vorliegen einer Prostatakrebserkrankung oder bei auffälligen Befunden im Rahmen einer Früherkennungsuntersuchung (Ultraschall / PSA / Tastbefund) kann eine Prostatabiopsie notwendig sein um die Diagnose zu sichern oder den Verdacht aus dem Weg zu räumen.

 

Vorgehensweise bei einer Prostatabiopsie

Die Prostatabiopsie wird in unserem Zentrum regelhaft ambulant durchgeführt. Standard ist heute eine ultraschallgesteuerte Entnahme von 10-12 Proben aus der Prostata. Die Biopsieentnahme erfolgt ultraschallgesteuert über den Enddarm (transrektaler Prostata-Ultraschall).

Zunächst wird eine lokale Betäubung der Prostata vorgenommen. Die Applikation erfolgt über eine Nadel, welche durch eine Führungsschiene am Ultraschallkopf vorgeschoben wird. Unter dieser Ultraschallsteuerung kann dann ein lokales Betäubungsmittel gezielt an die Prostata gespritzt werden.

Über den gleichen Führungskanal wird danach die Punktionsnadel vorgeschoben

Diese Nadel zur Entnahme der Gewebeprobe ist innen hohl. Durch einen Federmechanismus, welcher vom Untersucher ausgelöst wird, schnellt die Hohlnadel ein Stück nach vorne und entnimmt einen Gewebszylinder aus der Prostata (daher auch der teils verwendete Begriff „Prostatastanzbiopsie“). Dieser Gewebszylinder wird aus der Nadel entnommen und an den Pathologen verschickt.