Blut im Urin in Mannheim (Urologie) – Ursachen abklären und Warnzeichen ernst nehmen

 

Blut im Urin (Hämaturie) in Mannheim: Warum eine urologische Abklärung wichtig ist

Blut im Urin kann erschrecken – und sollte grundsätzlich ernst genommen werden. Wichtig ist dabei: Blut im Urin ist nicht automatisch ein Notfall, aber fast immer ein urologisches Abklärungszeichen. Auch wenn keine Schmerzen bestehen oder sich die Verfärbung wieder zurückbildet, ist eine Untersuchung sinnvoll, um harmlose Ursachen von behandlungsbedürftigen Befunden sicher zu unterscheiden.
Im Urologischen Zentrum Mannheim klären Dr. med. Hanno Keller sowie Dr. med. Joachim Häfele & Kollegen Blut im Urin strukturiert ab und besprechen anschließend verständlich, welche nächsten Schritte sinnvoll sind.

 

Definition Blut im Urin (Hämaturie): Warum Blut im Urin nicht „normal“ ist

Urin entsteht in den Nieren, wird über die Harnleiter zur Blase transportiert und schließlich über die Harnröhre ausgeschieden. Unter normalen Umständen befinden sich keine oder nur minimalste Blutbestandteile im Urin. Wenn rote Blutkörperchen im Urin nachweisbar sind, sprechen Ärzt:innen von Hämaturie. Das bedeutet nicht automatisch eine schwere Erkrankung – aber es ist ein Hinweis, der urologisch eingeordnet werden sollte.

 

Makrohämaturie oder Mikrohämaturie: sichtbares Blut vs. Blutspuren im Urintest

Urologisch unterscheidet man zwei Formen:

Makrohämaturie (sichtbares Blut im Urin)

Der Urin ist mit bloßem Auge verfärbt – von rosa/rot bis dunkelrot oder bräunlich. Manchmal können auch Blutgerinnsel auftreten. Sichtbares Blut im Urin sollte immer zeitnah urologisch abgeklärt werden.

Mikrohämaturie (nicht sichtbares Blut im Urin)

Hier ist der Urin äußerlich unauffällig, Blut wird aber im Teststreifen, im Labor oder unter dem Mikroskop nachgewiesen – oft als Zufallsbefund bei einer Routineuntersuchung. Auch das sollte urologisch bewertet werden, besonders wenn es wiederholt auftritt.

 

Häufige Ursachen für Blut im Urin (Urologie Mannheim): von Infekt bis Stein

Blut im Urin kann verschiedene Ursachen haben. Häufige Auslöser sind:

  • Blasenentzündung / Harnwegsinfekt (oft mit Brennen, Harndrang, Unterbauchdruck)
  • Nieren-, Harnleiter- oder Blasensteine (typisch: Flankenschmerz, kolikartige Schmerzen)
  • Entzündungen oder Reizungen der Harnwege (z. B. Blase, Prostata)
  • Gutartige Prostataveränderungen (v. a. bei Männern, teils mit schwachem Harnstrahl/Restharn)
  • Verletzungen oder Eingriffe im Bereich von Nieren und Harnwegen
  • Medikamente, insbesondere Blutverdünner (können Blutungen begünstigen – Ursache trotzdem abklären)
  • Tumorerkrankungen von Blase, Niere, Harnleiter, Prostata (müssen bei ungeklärter Hämaturie ausgeschlossen werden)

 

Blut im Urin ohne Schmerzen: warum das besonders sorgfältig geprüft werden sollte

Viele Betroffene sind irritiert, wenn der Urin sichtbar rötlich ist, aber keine Schmerzen bestehen. Gerade schmerzfreie Makrohämaturie sollte urologisch konsequent abgeklärt werden, weil auch ernstere Ursachen anfangs ohne Beschwerden auftreten können. 

Deshalb gilt: Sichtbares Blut im Urin ist immer ein Grund für eine zeitnahe Untersuchung.

 

Warnzeichen bei Blut im Urin: wann Sie sofort ärztliche Hilfe benötigen

Bitte lassen Sie Blut im Urin umgehend abklären – besonders, wenn zusätzlich:

  • Fieber, Schüttelfrost oder starkes Krankheitsgefühl auftreten
  • starke Flanken- oder Unterbauchschmerzen bestehen (Verdacht auf Kolik)
  • Blutgerinnsel den Urinfluss behindern oder Sie kaum Wasser lassen können
  • Sie eine relevante Vorerkrankung haben oder sich sehr schnell deutlich schlechter fühlen

 

Diagnostik bei Blut im Urin in Mannheim (Urologie): so wird die Ursache sicher abgeklärt

Da Hämaturie viele Ursachen haben kann, ist eine strukturierte Diagnostik die wichtigste Grundlage für eine gezielte Behandlung.


1) Gespräch & Risikocheck (Medikamente, Beschwerden, Umfeld)

Wir klären u. a.: Seit wann tritt Blut im Urin auf? Wie häufig? Gibt es Schmerzen, Brennen, Fieber oder Probleme beim Wasserlassen? Welche Medikamente nehmen Sie (z. B. Blutverdünner)? Bestehen Risikofaktoren wie Rauchen oder berufliche Belastungen?


2) Urinuntersuchung: Teststreifen, Sediment und ggf. Keimnachweis

Der Urin wird auf Blutspuren, Entzündungszeichen und weitere Hinweise geprüft. Ein Teststreifen kann erste Hinweise liefern, eine sichere Einordnung erfolgt – je nach Situation – über die Laboranalyse (z. B. mikroskopische Untersuchung, ggf. Keimnachweis bei Infektverdacht).


3) Ultraschall in der Urologie: Nieren, Blase, Restharn

Ultraschall hilft, Steine, Stauungen, Restharn oder auffällige Veränderungen besser zu beurteilen. Bei Männern kann – abhängig von der Fragestellung – auch die Prostata urologisch mit beurteilt werden.


4) Weiterführende Abklärung (bei Bedarf): Blasenspiegelung und Bildgebung

Wenn die Ursache nicht eindeutig ist oder bestimmte Befunde abgeklärt werden müssen, können weitere Untersuchungen sinnvoll sein – zum Beispiel:

  • Zystoskopie (Blasenspiegelung) zur Beurteilung von Blase und unteren Harnwegen
  • CT/MRT (je nach Verdacht) zur Abklärung von Harnleiter, Nierenbecken oder anderen Strukturen

Welche Schritte notwendig sind, hängt immer vom Befund und Ihrem Risikoprofil ab.

 

Behandlung bei Blut im Urin: Therapie richtet sich nach der Ursache

Die Behandlung wird erst festgelegt, wenn die Ursache möglichst sicher eingegrenzt ist. Beispiele:

  • Bei Infektion: gezielte Therapie nach Befund
  • Bei Steinen: je nach Größe/Lage abwartend, medikamentös oder mit geeigneten Verfahren zur Entfernung
  • Bei medikamentenbedingter Blutungsneigung (z. B. Blutverdünnern): Anpassung nur in Rücksprache – Ursache wird dennoch urologisch geklärt
  • Bei tumorverdächtigen Befunden: strukturierte weitere Diagnostik und ein klarer Therapieplan

 

Ist Blut im Urin

immer ein Notfall?

Nicht zwingend – aber fast immer ein urologisches Warnzeichen, das untersucht werden sollte.
Vor allem sichtbares Blut im Urin (Makrohämaturie) sollte zeitnah abgeklärt werden, selbst wenn:

  • keine Schmerzen auftreten
  • die Verfärbung wieder verschwindet
  • es nur einmalig vorkommt

Was bedeutet

„Hämaturie“?

Hämaturie ist der medizinische Fachbegriff für Blut im Urin.
Man unterscheidet:

  • Makrohämaturie → Blut im Urin ist sichtbar
  • Mikrohämaturie → Blut wird nur im Urintest oder Labor entdeckt

Beide Formen sollten urologisch eingeordnet werden.

Was ist der Unterschied

zwischen Makrohämaturie und Mikrohämaturie?

  • Makrohämaturie:
    Der Urin wirkt rosa, rot, dunkelrot oder bräunlich; manchmal treten Blutgerinnsel auf.
  • Mikrohämaturie:
    Der Urin sieht normal aus, aber Teststreifen, Labor oder Mikroskop zeigen Blutspuren.

Beide Formen erfordern eine fachärztliche Abklärung, um die Ursache sicher festzustel

Kann Blut im Urin

auch ohne Schmerzen auftreten?

Ja. Gerade schmerzfreies Blut im Urin sollte sorgfältig abgeklärt werden.
Ernstere Ursachen können zu Beginn ohne Beschwerden verlaufen – selbst wenn der Urin später wieder unauffällig erscheint.

Welche häufigen Ursachen

kann Blut im Urin haben?

Blut im Urin entsteht häufig durch:

  • Blasenentzündung / Harnwegsinfekt
  • Nieren-, Harnleiter- oder Blasensteine
  • Reizungen oder Entzündungen der Harnwege
  • Prostataveränderungen (z. B. bei gutartiger Vergrößerung)
  • Verletzungen oder Belastungen
  • Medikamente wie Blutverdünner

Bei ungeklärter Hämaturie müssen auch seltener auftretende, aber relevante Ursachen ausgeschlossen werden – insbesondere Tumorerkrankungen.

Welche Warnzeichen

sollte ich sofort abklären lassen?

Sie sollten umgehend ärztliche Hilfe suchen bei:

  • Fieber, Schüttelfrost oder starkem Krankheitsgefühl
  • starken Flanken- oder Unterbauchschmerzen
  • Problemen beim Wasserlassen durch Blutgerinnsel
  • sehr geringem Urinfluss oder Harnverhalt
  • schnell zunehmender Verschlechterung des Allgemeinzustands

Reicht ein Urinteststreifen

für die Diagnose aus?

Ein Teststreifen bietet erste Hinweise, ersetzt aber keine zuverlässige Diagnose.
Oft sind notwendig:

  • mikroskopische Urinanalyse
  • ggf. Urinkultur
  • Ultraschall
  • weitere urologische Diagnostik

Nur so lässt sich die Ursache der Hämaturie sicher eingrenzen.

Welche Untersuchungen

führt die Urologie bei Blut im Urin durch?

Typische Bausteine der Diagnostik sind:

  • ausführliches Gespräch & Risikocheck
  • Urinuntersuchung (Teststreifen, Sediment, ggf. Kultur)
  • Ultraschall von Nieren und Blase (und Prostata bei Männern)
  • Blasenspiegelung (Zystoskopie) bei bestimmten Fragestellungen
  • Bildgebung wie CT oder MRT, wenn notwendig

Die Auswahl richtet sich immer nach Befund und Risikoprofil.

Ich nehme Blutverdünner –

kann das die Ursache sein?

Blutverdünner können Blutungen begünstigen, erklären aber nicht automatisch den Befund.
Auch in diesem Fall sollte Blut im Urin urologisch abgeklärt werden.

Wichtig! Medikamente niemals eigenständig absetzen.
Eine Anpassung erfolgt ausschließlich in ärztlicher Rücksprache.

Wie verläuft die Behandlung,

wenn die Ursache für Blut im Urin feststeht?

Die Therapie hängt stets vom Auslöser ab:

  • Infektionen: gezielte Behandlung nach Laborbefund
  • Steine: je nach Größe/Lage abwartend, medikamentös oder interventionell
  • Medikamentenbedingte Blutungen: ggf. Anpassung der Blutverdünnung (nur ärztlich)
  • tumorverdächtige Befunde: strukturierte Diagnostik + klar definierter Therapieplan

Ziel ist immer: Ursache sicher finden – und passgenau behandeln, nicht „auf Verdacht“.